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Facharzt für Innere Medizin - hausärztliche Versorgung
Hans-Martin Schulze Uphoff
Gezelinallee 16
51375 Leverkusen
Tel.: (0214) 50 47 47
Fax: (0214) 50 47 72





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Gesundheitsnews



Reiseapotheke in Corona-Zeiten
Ausreichend Masken und Schnelltests für den Urlaub

Wer in Corona-Zeiten in den Urlaub fährt, sollte die Reiseapotheke entsprechend der Pandemie-Bedingungen anpassen. Neben den üblichen Vorkehrungen sollten Reisende genügend Mund-Nasen-Schutzmasken und Desinfektionsmittel mitnehmen. Ins Gepäck gehören zudem Medikamente für den eigenen Bedarf, aber auch Mittel gegen kleinere Beschwerden. „Eine gut ausgestattete Reiseapotheke hat schon so manchen Urlaub gerettet. Besonders in Corona-Zeiten sollten Reisende zusätzlich an Hygieneartikel denken und Corona-Schnelltests mitnehmen“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer. Wichtig sei, dass sich der Inhalt der Reiseapotheke dem Urlaubsziel und der Reiseart anpasse. Wer außerhalb Deutschlands verreise, solle außerdem die Einreisebestimmungen und Corona-Richtlinien des jeweiligen Landes sowie die Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaften beachten. An einigen Urlaubsorten sei beispielsweise ein PCR-Test für den Aufenthalt erforderlich.
Reiseapotheke an persönliche Bedürfnisse anpassen

Mithilfe der Reiseapotheke seien Urlaubende in der Lage, die häufigsten leichten Beschwerden selbst zu behandeln. Hierzu gehörten beispielsweise Sonnenbrand, Insektenstiche, Übelkeit oder Erkältungssymptome. Deshalb gehörten ein Fieberthermometer, eine Pinzette sowie Sonnen- und Insektenschutzmittel zur Grundausstattung. Zusätzlich sei es sinnvoll, neben Schmerzmitteln wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol auch Material zur Ersten Hilfe mitzuführen. „Verbandsmaterialien wie Mullbinden und sterile Kompressen, Pflaster, Schere und Desinfektionsmittel können im Ernstfall Leben retten. Deshalb gehören sie in jede Reiseapotheke“, so Günther. Müssten chronisch Erkrankte dauerhaft Medikamente einnehmen, sollten diese in ausreichender Menge mitgeführt und entsprechend der Vorgaben aufbewahrt werden. Als Faustregel für die Menge gelte, die benötigte Menge plus etwa 50 Prozent mehr mitzunehmen, sollte sich beispielsweise die Rückreise verschieben.

27.07.2021 DGA | Quelle: Barmer

Klare Sicht ohne Brille – welche Verfahren gibt es?
Sorgfalt und Qualitätssicherung sind wesentliche Voraussetzung für die refraktive Chirurgie

Brille oder Kontaktlinsen sind hervorragende Möglichkeiten, einen Sehfehler auszugleichen, doch nicht alle Menschen möchten sich auf eine Sehhilfe verlassen müssen. Verschiedene Methoden der refraktiven Chirurgie bieten die Möglichkeit, von der Brille unabhängig zu werden. Prof. Dr. Michael Knorz vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) gibt einen Überblick über gängige Verfahren.

Zu allererst gilt es, sich gründlich zu informieren, rät Prof. Knorz. Denn es gibt eine Vielfalt von Verfahren, gekennzeichnet durch Abkürzungen wie PRK, LASEK, LASIK, ICL, RLE oder SMILE, die auf den ersten Blick kaum verständlich sind. Gemeinsam ist ihnen, dass die Brechkraft (Refraktion) des Auges dauerhaft verändert wird. Da diese Eingriffe medizinisch nicht zwingend notwendig sind, ist eine besondere Sorgfalt geboten, sowohl bei der Beratung und Aufklärung vor dem Eingriff als auch bei der Ausführung der Operation. Eine Qualitätssicherung auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse bieten jene Augenchirurgen ihren Patienten, die nach den Empfehlungen der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) vorgehen. Die KRC wurde vom BVA und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) gegründet. Sie bietet regelmäßige Fortbildungen für Augenchirurgen an und hält für interessierte Patienten Listen qualifizierter Operateure bereit. Für die folgenden Verfahren hat die KRC Empfehlungen erarbeitet:
Photorefraktive Keratektomie (PRK) / Laser Epitheliale Keratomileusis (LASEK)

Bei PRK bzw. LASEK wird zunächst die oberste Hornhautschicht, das Epithel, mechanisch oder mittels Laser entfernt. Danach wird mit einem Excimer Laser das Zentrum der Hornhaut abgeschliffen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Das Epithel bildet sich im Verlauf weniger Tage neu und schließt die oberflächliche Wunde. Bis zur Abheilung müssen die Patienten mit Schmerzen rechnen, auch das Sehvermögen bessert sich erst nach einigen Tagen. Mit diesem Verfahren werden Kurzsichtigkeit (bis -6 Dioptrien), Stabsichtigkeit (bis ca. 5 Dioptrien), seltener auch Weitsichtigkeit korrigiert.
Laser in situ Keratomileusis (LASIK) bzw. Femto-LASIK

Das bekannteste Verfahren zur Sehkorrektur mit dem Laser ist die LASIK, bei der zunächst eine etwa 0,15 mm dicke Lamelle der Hornhaut präpariert und wie ein Deckel umgeklappt wird. Danach wird wie bei der PRK mit dem Excimer Laser das Zentrum der Hornhaut abgeschliffen. Anschließend wir die Hornhautlamelle zurückgelegt. Sie saugt sich fest und muss nicht angenäht werden. Die LASIK ist für die Korrektur von Kurz- (bis -8 Dioptrien), Weit- (bis 3 Dioptrien) und Stabsichtigkeit (bis ca. 5 Dioptrien) geeignet. Nach dem Eingriff erholt sich das Sehvermögen rasch und die Patienten haben weniger Schmerzen als nach der PRK.
Small Incision Lenticule Extraction (SMILE)

Die Abkürzung SMILE steht für „Small Incision Lenticule Extraction“, also „Kleinschnitt-Lentikelentfernung“. Es handelt sich um ein Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit mittels Laser. Dabei wird mit einem Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut des Auges ein linsenförmiges Gewebescheibchen (Lentikel) erzeugt, das über einen kleinen Lasereinschnitt entfernt wird. Hierdurch ändert sich die Brechkraft der Hornhaut, die Kurzsichtigkeit wird korrigiert. SMILE ist indiziert zur Korrektur der Kurzsichtigkeit von -1,0 bis -8,0 Dioptrien und des Astigmatismus bis -5,0 Dioptrien.
Phake Intraokularlinse, implantierte Kontaktlinse (ICL)

Wenn hornhautchirurgische Verfahren wie eine LASIK nicht in Frage kommen, gibt es die Möglichkeit, zusätzlich zur körpereigenen Linse eine weitere Linse in das Auge einzusetzen. Solche phaken Intraokularlinsen werden zur Korrektur einer Kurz- (ab -3 dpt) oder Weitsichtigkeit (ab +3 dpt) eingesetzt.
Austausch der klaren Linse gegen eine Kunstlinse, „Refraktiver Linsenaustausch (RLA) / Refractive Lens Exchange (RLE)“

Wie bei der modernen Kataraktchirurgie wird das Auge am Rand der Hornhaut eröffnet und die körpereigene Linse wird entfernt, um durch eine Kunstlinse ersetzt zu werden. Mit diesem Verfahren lassen sich eine höhere Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie gleichzeitig die Alterssichtigkeit korrigieren.
Genau informieren

Welches der verschiedenen Verfahren im individuellen Fall geeignet ist, kann ein Patient am besten bei einem Beratungsgespräch nach einer gründlichen Voruntersuchung in der Augenarztpraxis erfahren. Denn es können auch Gründe gegen eine Operation sprechen. Generell sollten Menschen unter 18 Jahren sich keinem refraktiven Eingriff unterziehen. Wichtig ist, dass die Refraktion bereits seit mindestens ein bis zwei Jahren stabil ist. Diese und weitere Aspekte können im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Augenarzt in Ruhe besprochen werden.

Internetseite der KRC: http://www.aad.to/krc/index.php

Gefährliche Marktverengung
Wenn ein einziger Hersteller 80 Prozent der gesetzlich Versicherten versorgt

Bei Generika hängen immer mehr Patienten von immer weniger Herstellern ab. Das ist eine Konsequenz aus der Politik der Krankenkassen, Versorgungsaufträge an nur einen einzigen Hersteller zu vergeben. Hier ist der Effekt besonders problematisch: Bei 17 Wirkstoffen ist es ein einziges Unternehmen, das fast alle gesetzlich Versicherten versorgt.

  • Bei Metoclopramid – einem Wirkstoff, der unter anderem Übelkeit nach einer Chemo-Therapie verhindern kann – ist ein einziger Hersteller für die Versorgung von 99,4 Prozent aller gesetzlich Versicherten zuständig.
  • Bei Entacapon – einem Wirkstoff, den viele Parkinson-Patienten benötigen – hängen 85,2 Prozent der gesetzliche Versicherten von bloß einem Hersteller ab.
  • Bei Minocyclin – einem Antibiotikum, das u.a. bei Akne eingesetzt werden kann – gibt es für 84,8 Prozent aller gesetzlich Versicherten nur noch einen einzigen Hersteller.

Gefährliche Abhängigkeit

Bei Verträgen im Ein-Partner-Modell erhält nur ein Unternehmen den Auftrag, sämtliche Patienten einer Krankenkasse mit einem bestimmten Arzneimittel zu versorgen. Der Zuschlag geht immer an denjenigen, der das günstigste Angebot abgibt. Das Problem daran: Fällt dieser Hersteller aus – etwa, weil er einen Lieferengpass hat oder Lieferwege blockiert sind – können die anderen Unternehmen sein Volumen so schnell nicht abdecken und ein Lieferengpass kann die Folge sein.

Systematischer Denkfehler

Dass rund ein Drittel der Wirkstoffe von den Krankenkassen in diesem Ein-Partner-Modell ausgeschrieben werden, galt vielen bislang als nicht problematisch. Da die meisten Krankenkassen einzeln ausschreiben, würde sich automatisch eine Diversifizierung der Anbieter einstellen, so der Denkfehler. Aber: Immer mehr Krankenkassen bestellen bei ein und demselben Unternehmen.

Schluss mit dem Ein-Partner-Modell

Die Folge ist eine gefährliche Marktverengung, die sich auch bei 104 weiteren Wirkstoffen andeutet: Hier versorgt ein Hersteller bereits mehr als die Hälfte aller gesetzlich Versicherten. Will die Politik eine weitere Marktverengung verhindern, muss sie jetzt eingreifen. Versorgung sollte wieder auf mehrere Schultern verteilt werden. Und zwar indem Aufträge stets an mindestens drei Hersteller vergeben werden (müssen).